Leistungen

Uroonkologie umfasst die Diagnostik, Therapie und Nachsorge aller malignen Tumoren von Niere, ableitenden Harnwegen und männlichem Genital, vor allem Prostata‑, Blasen‑, Nieren‑, Hoden‑ und Peniskarzinome.

diagnostische Leistungen
  • Anamnese, körperliche Untersuchung inkl. digital‑rektale Untersuchung der Prostata.
  • Labor: Blut (inkl. Tumormarker wie PSA), Urinstatus, Urinzytologie.
  • Sonographie (Niere, Harnblase, Skrotum).
  • Organisation der Schnittbildgebung: CT, MRT, ggf. PSMA PET‑CT je nach Tumorentität und Stadium.
  • Endoskopie: Zystoskopie
  • Biopsien: Prostatastanzbiopsie (TRUS/MRT‑Fusion), Nadelbiopsien verdächtiger Läsionen, TUR‑B bei Blasentumor.
Medikamentöse/systemische Therapie
  • Androgendeprivation und neue Hormontherapeutika sowie ggf. Chemotherapie beim Prostatakarzinom.
  • Immuncheckpoint‑Inhibitoren bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Blasen‑ und Nierenkarzinom.
  • Intravesikale Instillationstherapie (Mitomycin, BCG) bei nicht‑muskelinvasivem Blasenkarzinom.​
Struktur, ASV und Nachsorge
  • Behandlung in zertifizierten uroonkologischen Zentren mit interdisziplinären Tumorkonferenzen (Uro, Onko, Radio, Patho, Radiologie, Psychoonkologie).​
  • Langfristige Nachsorge mit regelmäßiger klinischer Kontrolle, Labor, Bildgebung und ggf. Zystoskopie je nach Tumor und Stadium.

Neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, M. Parkinson aber auch Beeinträchtigungen in Folge von Traumata und Unfällen mit beispielsweise einer resultierenden Querschnittsymptomatik benötigen oftmals eine spezifische urologische Behandlung.

Wir bieten einen komplett barrierefreien Zugang in unsere Praxisräume und mit Lifter-Systemen an den speziellen Untersuchungseinheiten anbieten.

Ultraschall, Video-Urodynamik, Zystoskopie, Urin- und Labordiagnostik, aber auch operative Eingriffe (wie z.B. die operative Injektion von Botox in den Blasenmuskel) sind möglich.

In unseren Praxisräumen bieten wir Ihnen Eingriffe am äußeren Genitale (Vasektomie, Zirkumzision, Frenulumplastik und Hydrozelen- sowie Spermatozelenresktionen) und endoskopische transurethrale Operationen (Blasenbiopsien, Harnröhrenstriktur-Operationen wie Optilumen, Botoxinjektionen und Urolift) an.

Vasektomie – die sichere und dauerhafte Form der Familienplanung
In unserer Praxis führen wir die Vasektomie (operative Sterilisation des Mannes) als zuverlässige Methode der Empfängnisverhütung durch. Dieser kleine, ambulanter Eingriff erfolgt in lokaler Betäubung und ist in der Regel schmerzarm, risikoarm und ohne relevante Ausfallzeiten durchgeführt .


Das Ziel der Vasektomie ist es, die Samenleiter durchzutrennen oder zu verschließen, sodass keine Samenzellen mehr in die Samenflüssigkeit gelangen. Die Hormonproduktion, das Lustempfinden und die Erektionsfähigkeit bleiben dabei vollständig erhalten.
Vor dem Eingriff erfolgt selbstverständlich ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem wir alle Ihre Fragen beantworten und Sie umfassend über den Ablauf, mögliche Risiken und die Nachsorge informieren.
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin, um herauszufinden, ob die Vasektomie für Sie die passende Form der Familienplanung ist.

Urolift ist ein minimalinvasives Verfahren bei Symptomen der vergrößerten Prostata, indem Prostatagewebe-Retraktoren in das Gewebe eingebracht wird.

Die neueren, häufig minimalinvasiven Behandlungsoptionen, zu den auch das Urolift-Systems zählt, weisen gute klinische Ergebnissen bei gleichzeitig niedrigen Raten an oder von Nebenwirkungen auf. Dies entspricht auch häufig dem Patientenwunsch nach Behandlungen mit wenig Nebenwirkung, dem Erhalt der sexuellen Funktion und schnellem und langanhaltendem Behandlungserfolg. Ein Schneiden, Entfernen oder Resistieren von Gewebe ist nicht notwendig.

Übersichtsarbeiten stellen die medikamentöse Behandlung,operative Methoden wie die Resektion der Prostata mit einer elektrischen Schlinge oder Laser, als auch minimal-invasive Methoden wie das Urolift-System gegenüber. Dabei werden die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung verfügbaren Studien mit höchstem Evidenzlevel verglichen. Diese Übersicht zeigt, dass die Symptomkontrolle bei TUR-P und Laser-Verfahren sehr gut ist. Veränderungen im IPSS Wert von 16 Punkten und mehr sind zu beobachten. Allerdings haben diese Methoden Nebenwirkungen, wie eine nahezu 100% Rate an trockener Ejakulation, zeitweise Inkontinenz und Infektionen, sowie verlängerte Katheteranwendung und erektile Dysfunktion. Die Medikamentenbehandlung hat eine deutlich geringere Symptomkontrolle mit später einsetzender Wirkung.

Die untersuchten minimal-invasiven Methoden wie z. B. das Urolift Systems hingegen haben eine deutlich bessere Symptomkontrolle als die Behandlung mit Medikamenten. Gleichzeitig haben minimalinvasive Methoden deutlich weniger Nebenwirkungen im Vergleich zur Behandlung mit Medikamenten oder Resektion der Prostata. Schließlich ist das Urolift-Verfahren auch Bestandteil der Empfehlungen in der aktuellen Leitlinie der europäischen urologischen Gesellschaft (EAU).

Sollten Sie Interesse an diesem Verfahren haben, melden Sie sich gerne in unserer Praxis.

Optilume – moderne, schonende Behandlung der Harnröhrenstriktur

In unserer Praxis bieten wir mit Optilume® ein innovatives, minimal-invasives Verfahren zur Behandlung von Harnröhrenverengungen (Harnröhrenstrikturen) an. Optilume kombiniert die Erweiterung der Harnröhre mit einer lokalen Medikamentenabgabe, um das Wiederauftreten der Verengung deutlich zu reduzieren.

Über einen dünnen Ballonkatheter wird die verengte Stelle in der Harnröhre vorsichtig aufgedehnt. Gleichzeitig wird ein auf dem Ballon befindliches Medikament (Paclitaxel) direkt in das Narbengewebe eingebracht, um eine erneute Narbenbildung und damit erneute Strikturen zu verhindern.

Der Eingriff ist minimal-invasiv, kann in der Regel ambulant durchgeführt werden und führt häufig zu einer schnellen Linderung der Beschwerden beim Wasserlassen. Für viele Patienten ist Optilume eine schonende Alternative zu wiederholten endoskopischen Eingriffen und kann helfen, den „Teufelskreis“ wiederkehrender Harnröhrenverengungen zu durchbrechen.

Gerne beraten wir Sie in einem persönlichen Gespräch, ob Optilume für Ihre Situation eine geeignete Behandlungsmöglichkeit darstellt.

  • Circumcision und Frenulumplastik
  • Hydrozelenoperationen
  • Speramtozelenresektionen
  • Varikozelenligaturen

  • bei neurogener Blasenentleerungsstörung
  • Over active Bladder (Überaktiver Blase) und Dranginkontinenz

Für unsere kleinen Patienten bieten wir im Rahmen unserer kinderurologischen Tätigkeit das gesamte Spektrum der Abklärung und Therapie der Enuresis (nächtliches Einnässen) und kindlichen Harninkontinenz an. Weitere Krankheitsbilder sind z.B. die Refluxerkrankung der Nieren (Vesiko-uretero-renaler Reflux=VUR), Erkrankungen oder Fehlbildungen der Nieren, Blase oder des äußeren Genitales wie z.B. Phimose (Vorhautenge) oder Maldeszensus testis (nicht im Hodensack liegende Hoden).

Vor dem Hintergrund unseres Neurourologischen Schwerpunkts behandeln und diagnostizieren wir auch Kinder mit diesen Krankheitsbildern und können in unseren Praxisräumen eine Abklärung bis hin zu einer urodynamischen Untersuchung (Blasendruckmessung) anbieten.

Die Uro-Gynäkologie befasst sich mit Beschwerden der Frau im Bereich der Blase und des Beckenbodens, die sich als Missempfindung, Reizblase, Schmerzen, wiederkehrende Blasenentzündungen oder Harninkontinenz äußern können. Durch unsere interdisziplinäre Tätigkeit und Fortbildung sind wir als Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifiziert worden.

Wir bieten eine Beratung und Diagnostik bis hin zu endokrinologischen (Hormon-)Untersuchungen und Spermiogrammanalysen. Zum Themenkreis der Abklärungen zählen ein unerfüllter Kinderwunsch ebenso wie die sogenannten Wechseljahren des Mannes oder Libido-(sexuelle Lust) und Potenzstörungen.

Wir erstellen Spermiogramme nach WHO Kriterien, welche für die zertifizierten Kinderwunschzentren zugelassen sind.